Biogas Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Projekte - Details

Verbundvorhaben: Evaluierung, Züchtung und Einsatz von Feldgras (Welsches und Einjähriges Weidelgras) als pflanzlicher Energierohstoff für die Biogasnutzung; Teilvorhaben 3: Erweiterte Anbau- und Fruchtfolgesysteme für Energiepflanzen durch Gräser und Futterleguminosen

Anschrift
Julius Kühn-Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) - Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde
Bundesallee 58 (Gebäude 230)
38116 Braunschweig
Kontakt
Prof. Dr. Jörg Michael Greef
Tel: +49 531 596-2301
E-Mail: joerg-michael.greef@julius-kuehn.de
FKZ
22004205
Anfang
01.11.2006
Ende
31.01.2010
Ergebnisdarstellung
Auf den drei Standorten Braunschweig (JKI), Asendorf (EGB) und Hohenlieth (NPZ) wurden Feldversuche mit Welschem, Einjährigen und Deutschem Weidelgras und Leguminosen-Grasmischungen durchgeführt. Am Standort Braunschweig erfolgten zudem Anbauversuche zur Erweiterung von bestehenden Fruchtfolgen. Von den Projektpartnern EGB und NPZ wurden Versuche zur vollständigen Ausnutzung der Ertragsheterosis mittels der Entwicklung von Hybridsorten zur nachhaltigen Steigerung der Ertragsfähigkeit von Welschem Weidelgras (WD) und Einjährigem Weidelgras (WEI) durchgeführt. Die Erfassung der Qualitäts- und Ertragsparameter ergab für das Welsche und Einjährige Weidelgras, dass die WV-Sorten NPZ 30/00 und Fabio zu beiden Schnittterminen hohe TM-Erträge und günstige Inhaltsstoffe hatten, ebenso die WIE-Sorten Lipluto (LWZ 008) und Condado, allerdings auf einem unterschiedlichen Niveau im Vergleich der Schnitttermine. Diese vier Sorten haben das Potential durch züchterische Weiterentwicklung zur Biogasproduktion eingesetzt zu werden. Die Entwicklung von Hybridsorten zeigte, dass die Hybridzüchtung die Leistungsfähigkeit weiter steigern kann auch wenn sich die höheren TM-Erträge in diesem Versuch statistisch nicht absichern ließen. Die inhaltstoffliche Zusammensetzung zeigt, dass die Hybriden bei einem Mehrertrag keine Qualitätseinbußen zu verzeichnen haben. Damit sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Silierung und Biogasprodukion gegeben. Für den Einsatz der Grasarten WV und WEI als Erstfrucht im Zweikulturanabau kann die Aussage getroffen werden, dass beide Arten zum Schnitttermin Ährenschieben höhere TM-Erträge aufwiesen als zum jeweiligen früheren Termin Blattstadium. Die Zweitfrucht Mais erreichte als spät abreifende Sorte den signifikant höchsten TM-Ertrag. In der Summe von Erstfrucht und Zweitfrucht jedoch ergaben sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des TM-Gesamtertrages. Von der inhaltstofflichen Zusammensetzung her ist die Ernte der Gräser zum Blattstad
Aufgabenbeschreibung
Das Ziel des Verbundprojektes ist es, alternative Energiepflanzen zu Mais in die Fruchtfolge zu integrieren, so dass ertragreiche, immergrüne Fruchtfolgen eine bessere Auslastung und Beschickung der Biogasanlage ermöglichen. Es sollen Basisdaten für die Etablierung dieser Fruchtfolgen geschaffen werden und die von den Projektpartnern selektierten Grassorten sollen im praxisgerechten Maßstab weiter getestet, evaluiert und beschreiben werden. Zur Realisierung der Arbeitsziele werden folgende Großparzellen angelegt: (1) Zweikulturnutzungssystem, je zwei selektierte Sorten Welsches und Einjähriges Weidelgras und eine Standardsorte, als Zweitfrucht eine spät und eine früh abreifende Maissorte, (2) drei selektierte und ein Standard Landsberger Gemenge mit Grünroggen als Vorfrucht, (3) je eine selektierte Sorte Welsches und Einjähriges Weidelgras als Untersaat in Mais. Ermittlung des Biomasseertrag sowie Weender Futtermittelanalyse des Pflanzenmaterials. Empfehlungen an Biogaswirte für alternative Fruchtfolgesysteme zu Mais, mit einer Maximierung des Jahresbiomasseertrages und der Einsatz von züchterisch bearbeitetem Energiegras.

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
 
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